Herzlichst
Dein Andreas
Darum lohnt sich Wandern am Stubaier Gletscher im Sommer
Am Ende des Stubaitals beginnt eine Landschaft, die rau, weit und überraschend abwechslungsreich wirkt. Schon während der Auffahrt verändert sich die Umgebung deutlich. Wälder und Almwiesen weichen Geröll, Fels und den sichtbaren Spuren des Gletschers.
Oben reicht der Blick über zahlreiche Gipfel der Stubaier und Ötztaler Alpen. Von der Aussichtsplattform TOP OF TYROL sind bei guter Sicht sogar die Dolomiten zu erkennen. Rundherum warten markierte Wege, Hütten, kurze Panoramawege und Übergänge zu weiteren Tälern und Schutzhütten.
Mit der Bergbahn in die Gletscherwelt
Die Bergbahn bringt dich bequem in die hochalpine Landschaft des Stubaier Gletschers. Je nach geöffneten Anlagen erreichst du die Mittelstation Fernau auf 2.300 Metern, die Bergstation Eisgrat auf 2.900 Metern oder die Bergstation nahe der Aussichtsplattform TOP OF TYROL.
Welche Anlagen im Sommer in Betrieb sind, hängt von der Saison, dem Wetter und den aktuellen Bedingungen am Berg ab. Informiere dich deshalb vor deinem Ausflug über die aktuellen Betriebszeiten und Ticketpreise der Stubaier Gletscherbahn.
Wanderungen am Stubaier Gletscher für jedes Niveau
Von kurzen Panoramawegen bis zu alpinen Übergängen und anspruchsvollen Hochtouren findest du am Stubaier Gletscher sehr unterschiedliche Möglichkeiten. Welche Tour zu dir passt, hängt von deiner Kondition, deiner Bergerfahrung und den aktuellen Bedingungen ab.
TOP OF TYROL und Kapelle Schaufeljoch
Du möchtest das Hochgebirge erleben, ohne eine lange Wanderung zu planen? Dann ist die Gipfelplattform TOP OF TYROL ein guter Einstieg. Sie liegt auf 3.210 Metern und ist von der Bergstation Schaufeljoch in etwa sieben Minuten zu Fuß erreichbar. Oben öffnet sich ein 360-Grad-Panorama über 109 Dreitausender.
Auch die kleine Kapelle Schaufeljoch liegt nur wenige Gehminuten von der Bergstation entfernt. Beide Ziele lassen sich gut miteinander verbinden. Trotz der kurzen Wege brauchst du feste Schuhe und Kleidung für rasche Wetterwechsel. Die große Höhe macht selbst einen kleinen Spaziergang spürbar.

Dresdner Hütte und Egesengrat
Die Dresdner Hütte liegt bei der Mittelstation Fernau auf rund 2.300 Metern. Sie ist ein beliebtes Ziel für eine leichte Wanderung und ein wichtiger Ausgangspunkt für weitere Touren. Für den markierten Aufstieg von der Talstation der Gletscherbahn zur Hütte werden ungefähr zwei Stunden angegeben.
Rund um die Dresdner Hütte kannst du eine kleine Runde von etwa einer Stunde gehen. Mehr Aussicht bietet der Weg zum Egesengrat. Der Aufstieg ab Fernau dauert ungefähr 45 Minuten. Damit eignet sich die Tour für aktive Gäste, die eine überschaubare Wanderzeit mit einem schönen Blick auf die Gletscherwelt verbinden möchten.

Gletschersteig von Fernau zum Eisgrat
Der Gletschersteig führt von der Mittelstation Fernau auf 2.300 Metern zur Bergstation Eisgrat auf 2.900 Metern. Für die rund 600 Höhenmeter werden etwa zwei Stunden angegeben. Die Route ist als mittelschwer eingestuft.
Unterwegs wanderst du entlang alter Moränen, vorbei an Gletscherschliffen und am Speicherteich Fernau. Die Landschaft zeigt sehr deutlich, wie stark das Eis dieses Gebiet geprägt hat. Vor rund 150 Jahren reichte der Gletscher bis in den Bereich der heutigen Mittelstation.
Der Name kann leicht falsche Erwartungen wecken: Der Gletschersteig führt durch eine vom Eis geformte Hochgebirgslandschaft, jedoch nicht über ungesichertes Gletschereis. Trotzdem verlangen die Höhe, das Gelände und mögliche Schneefelder Trittsicherheit, Kondition und eine sorgfältige Tourenplanung.

Rundwanderung zum Mutterberger See
Der Mutterberger See liegt eingebettet in einer kargen, eindrucksvollen Berglandschaft. Die große Runde führt über die Wilde Grub’n, den Bergsee und die Dresdner Hütte bis zur Mittelstation Fernau. Für die mittelschwere Tour werden etwa 4,5 Stunden angegeben.
Diese Wanderung passt zu dir, wenn du einen großen Teil des Tages draußen verbringen möchtest und dich in steinigem Gelände sicher bewegst. Sie verbindet Bergsee, Gletscherspuren und Hütteneinkehr. Gerade an warmen Sommertagen wirkt die klare Höhenluft besonders angenehm. Auf den offenen Abschnitten solltest du Sonnen- und Wetterschutz griffbereit haben.

Über das Peiljoch zur Sulzenauhütte
Von der Mittelstation Fernau führt eine alpine Verbindung über das Peiljoch zur Sulzenauhütte. Für den Weg werden ungefähr drei Stunden angegeben. Die Tour eröffnet weite Ausblicke und führt dich tiefer in die Stubaier Bergwelt.
Sie eignet sich für geübte Wanderer, die einen Hüttenübergang suchen und gerne länger in alpinem Gelände unterwegs sind. Vor dem Start solltest du die aktuellen Wegverhältnisse, den weiteren Abstieg ins Tal und deine anschließende Rückfahrt genau planen. Auch ein Teil des Stubaier Höhenwegs lässt sich von Fernau aus erreichen.
Hochtouren auf die Dreitausender
Rund um den Stubaier Gletscher warten bekannte Gipfel wie das 3.507 Meter hohe Zuckerhütl, der Wilde Pfaff, die Stubaier Wildspitze und der Daunkogel. Diese Ziele gehören in eine andere Kategorie als markierte Bergwanderungen.
Gletscherkontakt, Spaltengefahr, ausgesetzte Felspassagen und schnelle Wetterwechsel verlangen alpine Erfahrung, vollständige Hochtourenausrüstung und sichere Seiltechnik. Wer diese Kenntnisse nicht mitbringt, plant die Tour mit einem staatlich geprüften Bergführer. Der Betreiber empfiehlt diese Tagestouren ausdrücklich erfahrenen Alpinisten oder Gästen mit Bergführer.

Den Stubaier Gletscher mit Kindern erleben
Auch Familien können die hochalpine Landschaft entdecken. Entscheidend sind das Alter der Kinder, ihre Wandererfahrung und die aktuellen Bedingungen. Für einen ersten Besuch eignen sich die Fahrt zur Bergstation, der kurze Weg zur Aussichtsplattform und der Höhenspielplatz beim Eisgrat.
Dort warten ein rund sechs Meter hohes Holzmammut und eine große Holz-Pistenraupe zum Klettern und Spielen. So lässt sich ein Panoramatag gut mit Bewegung und Pausen verbinden.
Wanderfreudige Familien können auch den Gletschersteig ins Auge fassen. Zwei Stunden Gehzeit und 600 Höhenmeter sind für Kinder allerdings nur passend, wenn sie bereits Erfahrung im Gebirge haben und sicher gehen.
Plane für euren Ausflug großzügig Zeit ein. In dieser Höhe sind regelmäßige Pausen und ausreichend Flüssigkeit besonders wichtig. Auch im Hochsommer können Wind und niedrige Temperaturen die Bedingungen rasch verändern.

Hochalpines Gelände richtig einschätzen
Im Tal kann die Sonne scheinen, während oben Nebel, kräftiger Wind oder Schneefall aufziehen. Informiere dich deshalb am Morgen über Wetter, Anlagenstatus und Wegverhältnisse. Passe die Tour an die schwächste Person in deiner Gruppe an und plane genügend Reserven für Abstieg und Rückfahrt ein.
In deinen Rucksack gehören:
- feste Wanderschuhe mit griffiger Sohle
- Regen-, Wärme- und Sonnenschutz
- ausreichend Wasser und eine kleine Jause
- Erste-Hilfe-Set und Mobiltelefon
- Wanderkarte oder eine offline verfügbare Navigation
Der Österreichische Alpenverein empfiehlt eine sorgfältige Planung, passende Ausrüstung und besondere Aufmerksamkeit bei Wetterwechseln. Regen, Wind und Kälte erhöhen das Unfallrisiko. Auch Altschneefelder können bis weit in den Sommer hinein gefährlich bleiben. Steile, harte Schneeflächen sind ein guter Grund, eine Tour abzubrechen. Weitere Hinweise findest du in den Sicherheitstipps des Österreichischen Alpenvereins zum Bergwandern.
Sobald deine Route über ungesichertes Gletschereis führt, reicht klassische Wanderausrüstung nicht mehr aus. Eine echte Gletschertour erfordert vollständige Hochtourenausrüstung, sichere Kenntnisse in der Seil- und Spaltenbergung sowie umfassende alpine Erfahrung. Solche Touren solltest du immer mit einem staatlich geprüften Bergführer planen und unternehmen.

Gletscher im Wandel
Beim Wandern am Stubaier Gletscher begegnen dir Moränen, geschliffene Felsen und Flächen, die früher unter Eis lagen. Besonders am Gletschersteig wird sichtbar, wie sich die Landschaft verändert. Der frühere Eisstand nahe der heutigen Mittelstation macht den Rückgang greifbar.
Der Gletscherbericht 2024/25 des Österreichischen Alpenvereins zeigt, wie schnell diese Entwicklung in den österreichischen Alpen voranschreitet. 94 von 96 beobachteten Gletschern zogen sich zurück. Beim Alpeiner Ferner in den Stubaier Alpen wurde mit 114,3 Metern der größte Längenverlust dieser Messperiode verzeichnet. Er liegt nicht direkt im Bereich der Gletscherbahnen, zeigt aber die Entwicklung innerhalb derselben Gebirgsgruppe.
Diese Veränderungen verdienen Aufmerksamkeit und Respekt. Bleibe auf den markierten Wegen, nimm deinen Abfall wieder mit und behandle Pflanzen, Tiere und sensible Böden achtsam.
Der Rastbichlhof als Ausgangspunkt für deinen Wanderurlaub
Der Stubaier Gletscher kann ein Höhepunkt deines Urlaubs sein. Rund um Neustift warten jedoch genügend weitere Erlebnisse für mehrere abwechslungsreiche Tage. Du kannst entlang der Ruetz spazieren, zu einer Alm aufsteigen, Wasserfälle und Bergseen entdecken oder eine längere Gipfeltour planen. Auch Radfahren, Klettern und gemütliche Ausflüge durch das Stubaital bieten sich an.
Vom Rastbichlhof erreichst du die Talstation des Stubaier Gletschers in rund 25 Minuten. Gleichzeitig führen Wanderwege direkt am Hotel vorbei oder beginnen in unmittelbarer Nähe. So kannst du jeden Morgen je nach Wetter, Lust und Kondition entscheiden, ob es dich ins Hochgebirge, zu einer gemütlichen Alm oder auf einen einfachen Weg im Tal zieht.
Vor deiner Tour stärkst du dich am Bio-Frühstücksbuffet. Gerne unterstützen wir dich mit persönlichen Empfehlungen, Wanderkarten und Leihstöcken. Nach deiner Rückkehr kannst du im beheizten Indoor-Pool ein paar Bahnen ziehen oder in Sauna und Dampfbad entspannen. Am Abend warten im Rahmen unserer Halbpension im Bio-Hotel frisch zubereitete Gerichte aus biologischen Zutaten.
Durch die ruhige Lage zwischen Wiesen, Wald und einem plätschernden Bach bleibt auch abseits der Touren genügend Raum zum Erholen. Unsere Sommerangebote im Stubaital verbinden aktive Tage mit Bio-Genuss und Wellness.
Wir freuen uns darauf, dich in unserem Rastbichlhof begrüßen zu dürfen.
Häufige Fragen zum Wandern am Stubaier Gletscher
Kann man im Sommer am Stubaier Gletscher wandern?
Ja. Rund um die Bergbahnstationen gibt es kurze Panoramawege, Hüttenwanderungen, mittelschwere Bergtouren und anspruchsvolle Hochtouren. Welche Wege erreichbar sind, hängt von der Betriebsphase, dem Wetter und den aktuellen Verhältnissen ab.
Welche Wanderung eignet sich für Einsteiger?
Für einen ersten Eindruck eignen sich der kurze Weg zum TOP OF TYROL, die Kapelle Schaufeljoch oder die Rundwanderung bei der Dresdner Hütte. Auch kurze Wege führen hier durch hochalpines Gelände. Feste Schuhe und wettergerechte Kleidung gehören immer dazu.
Brauche ich für den Gletschersteig einen Bergführer?
Der markierte Gletschersteig von Fernau zum Eisgrat wird als mittelschwere Wanderung beschrieben. Er führt nicht über ungesichertes Gletschereis. Du brauchst dennoch Trittsicherheit, Kondition und passende Ausrüstung. Bei Schnee, schlechter Sicht oder wenig Bergerfahrung ist eine geführte Tour die bessere Wahl.
Wann ist die beste Zeit zum Wandern?
Die Wandersaison am Stubaier Gletscher richtet sich nach der Schneelage, dem Wetter und dem Sommerbetrieb der Bergbahnen. Der Sommerbetrieb reicht von Ende Juni bis Ende September. In den wärmeren Monaten sind in der Regel die meisten Wege und Anlagen zugänglich. Informiere dich vor deinem Ausflug über die aktuellen Bedingungen, geöffneten Wanderwege und den Status der Bergbahnen.
Was sollte ich für eine Wanderung einpacken?
Feste Schuhe, Regenjacke, eine wärmende Schicht, Sonnenschutz, Wasser, Jause, Erste-Hilfe-Set und Mobiltelefon gehören zur Grundausstattung. Für Hochtouren brauchst du zusätzliche Gletscherausrüstung und das entsprechende Können.